Gerahmtes Polizeifoto von Paula Lang, eingeschlagen in einer Zeitungsseite, 1937/1943
TitelGerahmtes Polizeifoto von Paula Lang, eingeschlagen in einer Zeitungsseite, 1937/1943
.jpg&folderId=10009635&width=400&height=400&imageformat=jpg)
.jpg&folderId=10009635&width=200&height=200&imageformat=jpg)
.jpg&folderId=10009635&width=200&height=200&imageformat=jpg)
Objekt-InformationenDas gerahmte Polizeifoto zeigt drei Aufnahmen von Paula Lang (Frontal, im Profil und im Halbprofil). Diese Fotos fertigte die Polizei 1937 an. Sie ermittelte wegen Paula Langs Betätigung für die, ab 1933 illegale, NSDAP. Rückseitig auf der Karteikarte finden sich persönliche Angaben zu Lang. Darunter ihr Wohnort, der Name ihrer Eltern sowie ihre Geburtsdaten und körperliche Merkmale. Zur Einteilung in Kategorien vermerkte die Behörde eine „Verbrecherspezialität“ – im Falle von Paula Lang wurde hier „Nationalsozialistin“ eingetragen. Die Dokumente wurden als positive Umdeutung der Verhaftung nachträglich gerahmt. Wie diese in den Besitz von Lang kamen, ist nicht bekannt. Sie wurden in eine Zeitung von 1943 eingewickelt, was ein Hinweis darauf sein könnte, dass dies während der NS-Zeit geschah.
Das Fotografieren von verhafteten Personen wurde Ende des 19. Jahrhunderts üblich – durch die Entwicklung moderner Methoden in der Polizeiarbeit. Das Wort „erkennungsdienstlich“ verweist auf den Versuch, Menschen eindeutig identifizieren zu können – etwa durch Fingerabdrücke, Fotos oder andere biometrische Daten. Dazu wurden zentrale Register aufgebaut und Regeln festgelegt, wie Personen aufgenommen werden sollten.
Paula (Paulina) Lang (verheiratete Wackerle) wurde in Innsbruck geborgen (1906–1991). Sie machte eine Ausbildung zur Rechtsanwaltsgehilfin und arbeitete bis 1937 in unterschiedlichen Kanzleien. Von 1937 bis 1942 war sie als Kontoristin und Stenotypistin bei der Firma Swarovski in Wattens beschäftigt. Bereits als Jugendliche war sie ein engagiertes Mitglied in einem deutschnationalen Turnverein. 1933 trat sie der österreichischen NSDAP bei und blieb auch nach deren Verbot politisch aktiv. Nach der NS-Machtübernahme in Österreich 1938 erhielt sie eine besondere Mitgliedsnummer, die für Nationalsozialist*innen vor 1938 reserviert war. 1939 lernte sie ihren späteren Ehemann Hans Wackerle (1906–1943) kennen. Drei Jahre später kam das gemeinsame Kind Ingeborg zur Welt. Ihr Mann starb 1943 nach einer Kriegserletzung in Chorzów, Polen. Anschließend nahm Paula Lang ihre Tätigkeit bei der Firma Swarovski erneut auf und blieb dort bis zu ihrer Pensionierung beschäftigt.
Das Objekt wurde gemeinsam mit weiteren Gegenständen aus dem Nachlass von Paula (geborene Lang) und Hans Wackerle in einem Koffer an das hdgö übergeben. Dieser konnte 2021 als Schenkung durch die Enkelin in die Sammlung des Museums übernommen werden.
Das Fotografieren von verhafteten Personen wurde Ende des 19. Jahrhunderts üblich – durch die Entwicklung moderner Methoden in der Polizeiarbeit. Das Wort „erkennungsdienstlich“ verweist auf den Versuch, Menschen eindeutig identifizieren zu können – etwa durch Fingerabdrücke, Fotos oder andere biometrische Daten. Dazu wurden zentrale Register aufgebaut und Regeln festgelegt, wie Personen aufgenommen werden sollten.
Paula (Paulina) Lang (verheiratete Wackerle) wurde in Innsbruck geborgen (1906–1991). Sie machte eine Ausbildung zur Rechtsanwaltsgehilfin und arbeitete bis 1937 in unterschiedlichen Kanzleien. Von 1937 bis 1942 war sie als Kontoristin und Stenotypistin bei der Firma Swarovski in Wattens beschäftigt. Bereits als Jugendliche war sie ein engagiertes Mitglied in einem deutschnationalen Turnverein. 1933 trat sie der österreichischen NSDAP bei und blieb auch nach deren Verbot politisch aktiv. Nach der NS-Machtübernahme in Österreich 1938 erhielt sie eine besondere Mitgliedsnummer, die für Nationalsozialist*innen vor 1938 reserviert war. 1939 lernte sie ihren späteren Ehemann Hans Wackerle (1906–1943) kennen. Drei Jahre später kam das gemeinsame Kind Ingeborg zur Welt. Ihr Mann starb 1943 nach einer Kriegserletzung in Chorzów, Polen. Anschließend nahm Paula Lang ihre Tätigkeit bei der Firma Swarovski erneut auf und blieb dort bis zu ihrer Pensionierung beschäftigt.
Das Objekt wurde gemeinsam mit weiteren Gegenständen aus dem Nachlass von Paula (geborene Lang) und Hans Wackerle in einem Koffer an das hdgö übergeben. Dieser konnte 2021 als Schenkung durch die Enkelin in die Sammlung des Museums übernommen werden.
Aktualisiert am2026-08-27
Inventarnummerhdgö-009.486
ObjektartFotografie
OrteInnsbruck
ZeitabschnitteDollfuß-Schuschnigg-Diktatur, NS-Herrschaft
MaterialPapier, Glas, Kunststoff, Metall
Eigentümer*inHaus der Geschichte Österreich
LizenzCC BY-NC 4.0
Credit lineFoto: Haus der Geschichte Österreich
KonvolutnummerZG-2021.117
Medien herunterladen