Koffer zur Aufbewahrung des Nachlasses von Paula und Hans Wackerle
TitelKoffer zur Aufbewahrung des Nachlasses von Paula und Hans Wackerle
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Objekt-InformationenDieser Koffer diente bei Übergabe an das Museum als Verpackung für den Nachlass des Tiroler Ehepaars Paula Lang und Hans Wackerle. Er enthielt beispielweise Briefkorrespondenz, Dokumente, Fotoalben, NS-Literatur und persönliche Erinnerungsgegenstände. Der umfassende Nachlass gibt Einblicke in ihre Lebensgeschichten, ihren NS-Aktivismus sowie die spätere familiäre Auseinandersetzung damit.
Hans Wackerle wurde 1906 geboren. Er machte eine Ausbildung zum Bierbrauer, ging bis 1933 jedoch unterschiedlichen Berufen nach. Er engagierte sich bereits 1931 bei der NSDAP und gründete unter anderem eine Einheit der Sturmabteilung (SA) in Seefeld (Tirol). Nach dem Verbot der NSDAP im Jahr 1933 wurde Wackerle aufgrund seines politischen NS-Aktivismus ausgebürgert. Er verließ Österreich und ging nach Deutschland. Im Zeitraum 1933 bis 1938 war er Mitglied der Österreichischen Legion, einer paramilitärischen Einheit, die 1933 gegründet wurde und aus geflüchteten österreichischen Nationalsozialisten bestand. Mit dem „Anschluss“ (der Eingliederung Österreichs in das nationalsozialistische Deutsche Reich) im März 1938 kehrte er nach Österreich zurück. Ab April 1939 war er bei der Heeresstandortverwaltung Innsbruck (Tirol) angestellt, mit Juli 1939 ist er im Dienst der Wehrmacht.
Paula (Paulina) Lang (verheiratete Wackerle) wurde in Innsbruck geborgen (1906–1991). Sie machte eine Ausbildung zur Rechtsanwaltsgehilfin und arbeitete bis 1937 in unterschiedlichen Kanzleien. Von 1937 bis 1942 war sie als Kontoristin und Stenotypistin bei der Firma Swarovski in Wattens beschäftigt. Bereits als Jugendliche war sie ein engagiertes Mitglied in einem deutschnationalen Turnverein. 1933 trat sie der österreichischen NSDAP bei und blieb auch nach deren Verbot politisch aktiv. 1939 lernte sie ihren späteren Ehemann Hans Wackerle kennen. Drei Jahre später kam das gemeinsame Kind Ingeborg zur Welt. Hans Wackerle starb 1943 nach einer Kriegsverletzung in Chorzów, Polen. Anschließend nahm Paula Lang ihre Tätigkeit bei der Firma Swarovski erneut auf und blieb dort bis zu ihrer Pensionierung beschäftigt.
Der Nachlass konnte 2021 als Schenkung durch die Enkelin in die Sammlung des Museums übernommen werden.
Hans Wackerle wurde 1906 geboren. Er machte eine Ausbildung zum Bierbrauer, ging bis 1933 jedoch unterschiedlichen Berufen nach. Er engagierte sich bereits 1931 bei der NSDAP und gründete unter anderem eine Einheit der Sturmabteilung (SA) in Seefeld (Tirol). Nach dem Verbot der NSDAP im Jahr 1933 wurde Wackerle aufgrund seines politischen NS-Aktivismus ausgebürgert. Er verließ Österreich und ging nach Deutschland. Im Zeitraum 1933 bis 1938 war er Mitglied der Österreichischen Legion, einer paramilitärischen Einheit, die 1933 gegründet wurde und aus geflüchteten österreichischen Nationalsozialisten bestand. Mit dem „Anschluss“ (der Eingliederung Österreichs in das nationalsozialistische Deutsche Reich) im März 1938 kehrte er nach Österreich zurück. Ab April 1939 war er bei der Heeresstandortverwaltung Innsbruck (Tirol) angestellt, mit Juli 1939 ist er im Dienst der Wehrmacht.
Paula (Paulina) Lang (verheiratete Wackerle) wurde in Innsbruck geborgen (1906–1991). Sie machte eine Ausbildung zur Rechtsanwaltsgehilfin und arbeitete bis 1937 in unterschiedlichen Kanzleien. Von 1937 bis 1942 war sie als Kontoristin und Stenotypistin bei der Firma Swarovski in Wattens beschäftigt. Bereits als Jugendliche war sie ein engagiertes Mitglied in einem deutschnationalen Turnverein. 1933 trat sie der österreichischen NSDAP bei und blieb auch nach deren Verbot politisch aktiv. 1939 lernte sie ihren späteren Ehemann Hans Wackerle kennen. Drei Jahre später kam das gemeinsame Kind Ingeborg zur Welt. Hans Wackerle starb 1943 nach einer Kriegsverletzung in Chorzów, Polen. Anschließend nahm Paula Lang ihre Tätigkeit bei der Firma Swarovski erneut auf und blieb dort bis zu ihrer Pensionierung beschäftigt.
Der Nachlass konnte 2021 als Schenkung durch die Enkelin in die Sammlung des Museums übernommen werden.
Aktualisiert am2026-08-20
Inventarnummerhdgö-009.485
ObjektartKoffer
ZeitabschnitteDollfuß-Schuschnigg-Diktatur, NS-Herrschaft
Größe
- Höhe: 23.00 cm
Breite: 70.00 cm
Tiefe: 41.00 cm
Eigentümer*inHaus der Geschichte Österreich
LizenzCC BY-NC 4.0
Credit lineFoto: Haus der Geschichte Österreich
KonvolutnummerZG-2021.117
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