Straferkenntnis von Paula Lang, 18.3.1937
TitelStraferkenntnis von Paula Lang, 18.3.1937
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Objekt-InformationenDieser Bescheid von 18.3.1937 dokumentiert die gegen Paula Lang (verheiratete Wackerle) verhängte Verwaltungsstrafe von vier Monaten Arrest wegen Betätigung für die illegale NSDAP. Wenige Wochen später kam es zum Gerichtsverfahren vor dem Landesgericht Innsbruck. Dieses setzte ihre Strafe auf zwei Monate zur Bewährung herab.
Gerade die politische Arbeit von Nationalsozialistinnen konnte nahezu unbehelligt stattfinden. Die Behörden schätzten das Engagement von Frauen als „harmlos“ ein. Wenn Frauen dennoch vor Gericht standen, erhielten sie meist mildere Urteile.
Paula (Paulina) Lang (verheiratete Wackerle) wurde in Innsbruck geborgen (1906–1991). Sie machte eine Ausbildung zur Rechtsanwaltsgehilfin und arbeitete bis 1937 in unterschiedlichen Kanzleien. Von 1937 bis 1942 war sie als Kontoristin und Stenotypistin bei der Firma Swarovski in Wattens beschäftigt. Bereits als Jugendliche war sie ein engagiertes Mitglied in einem deutschnationalen Turnverein. 1933 trat sie der österreichischen NSDAP bei und blieb auch nach deren Verbot politisch aktiv. Nach der NS-Machtübernahme in Österreich 1938 erhielt sie eine besondere Mitgliedsnummer, die für Nationalsozialist*innen vor 1938 reserviert war. 1939 lernte sie ihren späteren Ehemann Hans Wackerle (1906–1943) kennen. Drei Jahre später kam das gemeinsame Kind Ingeborg zur Welt. Ihr Mann starb 1943 nach einer Kriegserletzung in Chorzów, Polen. Anschließend nahm Paula Lang ihre Tätigkeit bei der Firma Swarovski erneut auf und blieb dort bis zu ihrer Pensionierung beschäftigt.
Das Objekt wurde gemeinsam mit weiteren Gegenständen aus dem Nachlass von Paula (geborene Lang) und Hans Wackerle in einem Koffer an das hdgö übergeben. Dieser konnte 2021 als Schenkung durch die Enkelin in die Sammlung des Museums übernommen werden.
Gerade die politische Arbeit von Nationalsozialistinnen konnte nahezu unbehelligt stattfinden. Die Behörden schätzten das Engagement von Frauen als „harmlos“ ein. Wenn Frauen dennoch vor Gericht standen, erhielten sie meist mildere Urteile.
Paula (Paulina) Lang (verheiratete Wackerle) wurde in Innsbruck geborgen (1906–1991). Sie machte eine Ausbildung zur Rechtsanwaltsgehilfin und arbeitete bis 1937 in unterschiedlichen Kanzleien. Von 1937 bis 1942 war sie als Kontoristin und Stenotypistin bei der Firma Swarovski in Wattens beschäftigt. Bereits als Jugendliche war sie ein engagiertes Mitglied in einem deutschnationalen Turnverein. 1933 trat sie der österreichischen NSDAP bei und blieb auch nach deren Verbot politisch aktiv. Nach der NS-Machtübernahme in Österreich 1938 erhielt sie eine besondere Mitgliedsnummer, die für Nationalsozialist*innen vor 1938 reserviert war. 1939 lernte sie ihren späteren Ehemann Hans Wackerle (1906–1943) kennen. Drei Jahre später kam das gemeinsame Kind Ingeborg zur Welt. Ihr Mann starb 1943 nach einer Kriegserletzung in Chorzów, Polen. Anschließend nahm Paula Lang ihre Tätigkeit bei der Firma Swarovski erneut auf und blieb dort bis zu ihrer Pensionierung beschäftigt.
Das Objekt wurde gemeinsam mit weiteren Gegenständen aus dem Nachlass von Paula (geborene Lang) und Hans Wackerle in einem Koffer an das hdgö übergeben. Dieser konnte 2021 als Schenkung durch die Enkelin in die Sammlung des Museums übernommen werden.
Aktualisiert am2026-08-20
Inventarnummerhdgö-009.200/l
ObjektartSchriftgut
Personen/InstitutionenNationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei Österreichs NSDAP – Hitlerbewegung, Sturmabteilung SA
OrteInnsbruck
ZeitabschnitteDollfuß-Schuschnigg-Diktatur
Herstellungs-Datum 1937 - 1937
MaterialPapier
Größe
- Höhe: 29.50 cm
Breite: 21.00 cm
Eigentümer*inHaus der Geschichte Österreich
LizenzCC BY-NC 4.0
Credit lineFoto: Haus der Geschichte Österreich
KonvolutnummerZG-2021.117
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